30. Januar 2014

Leserbrief zu möglichen Veränderungen am Stephanplatz

Als alter gebürtiger Karlsruher bedaure ich sehr, dass mit der Karl-Apotheke wieder ein Stück vom alten Karlsruhe abgerissen werden soll. Seit ich mich erinnern kann, war der Gropius-Bau, auf den andere Städte stolz wären und ihn schleunigst unter Denkmalschutz stellen würden, ein mir vertrautes Gebäude, das sogar den Krieg überstanden hat.

Aber Karlsruhe ist halt eine moderne Stadt. Deswegen muss das alte Klump weg. Wertvolles Baugelände, wie der Stephanplatz, verkauft werden und mit modernen Glaspalästen zugepflastert werden. Dass viele Karlsruher sowohl dem Gropius-Bau als auch der Karl-Apotheke mit ihrer freundlichen und guten Bedienung und Beratung (seit über 60 Jahren) nachtrauern würden, dürfte keine Rolle spielen, denn die Stadt braucht dringend Geld.

Übrigens: Hat schon irgendjemand Pläne von dem Nachfolgebau gesehen, oder hat der Investor Narrenfreiheit?

Hoffentlich findet man noch andere brachliegende Baugrundstücke in bester Citylage. Wie wäre denn eine Randbebauung des Friedrichsplatzes entlang von Ritter-, Erbprinzen- und Lammstraße?

Aus dieser Sicht stört der Abgaskamin am Karlstor auch nicht. Ich hoffe doch, dass unsere Stadtoberen die erst fast 300 Jahre alte Stadt, zu einer richtig modernen Metropole umgestalten.

Manfred Ring

Leserbrief erschien auch in den BNN

Anmerkung: Statement der Freien Wähler zum „Erhalt des Stadtbild“ erschien in der StadtZeitung. Zur Onlinepetition zum Erhalt des Stephanplatzes geht es hier…