28. Januar 2014

Leserbrief betreffs der 100 jungen Linden die in der Ludwig-Erhard-Allee wegen des Autotunnels gefällt werden sollen

Mit welcher Leichtigkeit Steuergelder ausgegeben werden, kann man hautnah an den 100 Linken erleben, die im Zuge einer Kombi-Baumaßnahme an der Ludwig-Erhard-Allee gefällt werden. Die Bäume wurden erst vor wenigen Jahren aufwendig gepflanzt.

Hätte eine gute Planung dies nicht verhindern können? Wo bleibt da das Nachhaltigkeitsprinzip?

Kann man die Bäume nicht gezielt ins Stadtbild umpflanzen? Denn so groß sind diese noch nicht. Aber wahrscheinlich ist es wieder einmal günstiger, die Bäume zu fällen als umzupflanzen. Ich denke aber, dass so eine Aktion bei den unkalkulierbaren und ständig steigenden Baukosten nicht mehr ins Gewicht fiele, jedoch eine positive Außenwirkung hätte.

Immer wieder wird von nachhaltigem Handeln und pfleglichem Umgang mit Ressourcen gesprochen. Warum hier nicht?

Hoffentlich wird in den nicht so öffentlich in Erscheinung tretenden Bereichen verantwortungsvoller mit den Steuergeldern umgegangen. Hoffentlich ist das Fällen der Linden nur ein planerischer Fehltritt und kein Beispiel für die nicht nachvollziehbaren Kostenexplosionen bei öffentlichen Baumaßnahmen.

Joost von Gatterburg

Leserbrief erschien auch in den BNN

Anmerkung: Die Freien Wähler hatten bereits in der Vergangenheit dieses Thema im Zusammenhang mit der Oststadtbahn aufgegriffen…