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26. November 2015

Leserbrief zum Thema „Nicht jede Bahn besteht den Tunnel-Test“

Es ist kaum zu glauben, dass die politische Führung der Stadtverwaltung vor dem U-Strab-Beschluss nicht wusste, dass die auf den Linien S1/S11 eingesetzten S-Bahnen ohne massive Umrüstungskosten nicht durch den Straßenbahntunnel fahren dürfen.



Diese Tatsache, die durch den am 20. Oktober veröffentlichten Artikel erst jetzt der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde, ist eine gewaltige Täuschung der Karlsruher Bürger durch den seinerzeitigen Oberbürgermeister und die damalige Stadtverwaltung. Die Kosten für die U-Strab wurden damals massiv kleingerechnet, um den bürgerlichen Widerstand zu überwinden.

Die am 21. Oktober in den BNN genannten Kosten in Höhe von circa 75 Millionen Euro für 25 Fahrzeuge müssen den Gesamtkosten des Tunnelbaus zugerechnet werden, wodurch das „Unternehmen U-Strab“ jetzt schon knapp eine Milliarde Euro kostet.

Hoffentlich findet sich unter den Stadträten, die damals nicht für den Tunnelbau waren, jemand der die Stadtverwaltung fragt, seit wann bekannt ist, welche Anforderungen an die Fahrzeuge gestellt werden, wenn sie durch den U-Strab-Tunnel fahren sollen. Die Antwort auf diese Frage offenbart dann einen Teil der politischen Täuschung, die den Karlsruher Bürgern widerfahren ist.

Dr. Dirk-M. Harmsen

Anmerkung: Leserbrief erschien auch in den BNN.
Die Freien Wähler hatten bereits im Jahr 2014 nach der Tunneltauglichkeit der AVG-Bahnen gefragt…