Gewalt gegen Mitarbeiter des Städtischen Klinikums

10. November 2016

Die Gewalt gegen das Klinikpersonal geht sowohl von Patienten aus, wie auch von anwesenden Familienangehörigen, die jeglichen Respekt vor den Mitarbeitern des Klinikums vermissen lassen.

Die Behandlungsplätze in der ZNA sind Einzelkabinen und durch Vorhänge abgetrennte Bereiche, in denen das Klinikpersonal mit dem Patienten alleine ist. In diesen Kabinen gibt es keine Alarmknöpfe über die Ärzte oder Pfleger im Ernstfall Hilfe herbeiholen können. Solche Alarmvorrichtungen sind inzwischen in den Notaufnahmen anderer Kliniken Standard.

Grund für diese Situation ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen, die früher zu einem Arzt gegangen sind, heute mit ihren Krankheiten, die eindeutig keine Notfälle sind, in die Notaufnahme des Klinikums gehen.

Da dort die Behandlung von wirklichen Notfällen Priorität hat, kommt es für die Patienten, die kein Notfall sind, zu langen Wartezeiten, die diese nicht akzeptieren. Für die Mitarbeiter in der ZNA entstehen damit Stresssituationen, für deren Bewältigung sie erstens keine Zeit haben und für die sie zweitens nicht ausgebildet sind.

„Hier Gegenmaßnahmen einzuleiten, ist zum einen die Aufgabe der Leitung des Klinikums und zum anderen des Aufsichtsrates, der zum größten Teil aus Mitgliedern des Gemeinderates besteht, da die Stadt Mehrheitseigner des Städtischen Klinikums ist“ so Stadtrat Jürgen Wenzel von den Freien Wählern. 

Damit Im Interesse der Gesundheit des Klinikpersonals schnell und richtig gehandelt werden kann, muss die Situation transparent gemacht werden und deshalb wollen die beiden Stadträte von der Verwaltung wissen, wie sich die Zahl der Übergriffe auf das Klinikpersonal in den letzten zwei Jahren entwickelt hat.

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