9. Juli 2021

   Stimmen aus dem Gemeinderat: Finanz-Theater versus Theater-Finanzen

Unsere Stadt steht vor großen finanziellen Herausforderungen: Die Verschuldung steigt auf über eine Milliarde an. Der Gürtel wird in vielen Bereichen enger geschnallt werden müssen. Steuern und Gebühren werden erhöht.


Vorerst können keine neuen Investitionen getätigt werden, außer das Geld dafür würde an anderer Stelle eingespart. Der Gemeinderat hat mit großer Mehrheit der Staatstheater-Sanierung zugestimmt - wir stimmten dagegen. Nicht weil wir gegen den Fortbestand des Staatstheaters sind, ganz im Gegenteil, wir haben uns für Theater und Mitarbeiter eingesetzt (Personalie Spuhler). Nach eingehender Recherche sind wir der Überzeugung, dass ein Neubau an gleicher Stelle kostengünstiger und planungssicherer gewesen wäre.

Nach 12 Jahren Sanierung werden sich die Kosten im Bereich von 800.000 bis einer Milliarde bewegen. Die Hälfte davon ist von der Stadt zu schultern. Andere Städte bauen für diese Summe ein neues Theater und zusätzlichen Wohnraum! Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben uns so werden auch zukünftig viele Eltern um einen Kita-Platz ringen und über den Sanierungsstau an den Schulen den Kopf schütteln. Auch Gewerbesteuer und Grundsteuer können nicht unendlich und jährlich erhöht werden! Baufortschritt und Kostensteigerungen werden zeigen: Karlsruhe hat kein Einnahmen-, sondern ein Ausgaben-Problem!

Petra Lorenz