9. Juni 2020

  Die Fraktion der Freien Wähler | FÜR Karlsruhe fordert die Verhinderung des Bordells in Knielingen

In Alt-Knielingen soll Wohnraum zu einer Prostitutionsstätte umgewidmet werden. Das Bauordnungsamt habe dem Antragssteller zwar eine Genehmigung verwehrt, doch lies das Amt dabei eine Frist verstreichen, durch einen Widerspruch des Eigentümers ist daher die Prostitutionsstätte in einem Karlsruher Wohngebiet nun doch genehmigt worden. Die Fraktion der Freien Wähler | FÜR Karlsruhe reagiert entsprechend verärgert über dieses Versäumnis der Stadt und fordert die Verhinderung des Bordells und Aufklärung zu dem Fall.

„Für die Anwohner ist solch eine Genehmigung absolut nicht verständlich“, erklärt Stadträtin Petra Lorenz, „noch dazu in einer Spielstraße in einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe zu einem Spielplatz“. Die Fraktion forderte daher schon in Schreiben an die zuständigen Bürgermeister Klärung und Einschätzung des Falles. „Es muss auf jeden Fall Konsequenzen geben“, fordert Fraktionsvorsitzender Jürgen Wenzel, „so etwas darf nicht geschehen, und muss unter allen Umständen verhindert werden.“ Die Fraktion plane nun auch eine Anfrage zu dem Fall und hofft, dass sich auch durch entsprechende Öffentlichkeit etwas in der Sache tut: „Es bleibt zu hoffen, dass der Eigentümer von seinen Plänen absieht und auf seine Nachbarschaft hört. Der Antrag sollte zurückgezogen werden“, appelliert Stadtrat Friedemann Kalmbach eindringlich. Der Ort an dem die Prostitutionsstätte entstehen soll liegt in einer engen Straße, und wird so auch Probleme wie Parkplatzmangel und Ruhestörung durch den nächtlichen Betrieb des Bordells für die Anwohner mitbringen, so die Befürchtungen.

In Zeiten von Wohnungsknappheit ist solch ein Fehler ein erschreckendes Signal, den es zu verhindern gilt, heißt es aus der Fraktion weiter: „Keine Familie möchte in seinem Wohnviertel ein Bordell als Nachbarn“.

Update

In einem offenen Brief wenden sich die Mitglieder der Zählgemeinschaft von FDP-Fraktion und FW|FÜR Karlsruhe an den Oberbürgermeister. Des weiteren wurden Fragen an den Zentralen Juristischen Dienst (ZJD), das Baudezernat und den Ordnungsbürgermeister versendet. Die Fraktion erhofft sich eine einvernehmliche Lösung der Situation mit Hilfe der Stadtverwaltung, um eine Prostitutionsstätte abzuwenden. Die Verwaltung versprach gegenüber der Fraktion Klärung der offenen Fragen und Aufklärung zum Vorgang.

Thema in der Presse

Auch die Presse berichtete zu dem Thema ausführlich: