Wir wünschen Ihnen für 2026 Gesundheit, Glück und Zuversicht.
Nun ist er beschlossen: der Doppelhaushalt 2026/27. Unsere Fraktion hat diesem Entwurf zugestimmt – nicht, weil wir von den Einsparmaßnahmen begeistert wären, sondern vor allem deshalb, weil dieser Haushalt nach Jahren der von uns stets abgelehnten „Ausgaben-Orgien“ erstmals von ernsthaften Konsolidierungsabsichten geprägt ist. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit unserer Stadt langfristig zu sichern.
Es greift jedoch zu kurz, allein auf Bund und Land zu verweisen und die unzureichende finanzielle Ausstattung der Kommunen für immer neue Aufgaben als einzigen Grund für die aktuelle Lage anzuführen. Viele Probleme sind hausgemacht. Ein frühzeitiges Gegensteuern wäre möglich gewesen, politisch jedoch mehrheitlich nicht gewollt.
Gleichzeitig gilt: In jeder Krise steckt auch eine Chance. Für Karlsruhe bedeutet das, den Fokus wieder stärker auf eine aktive Wirtschaftspolitik zu legen. Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und sichern die kommunalen Einnahmen. Zu viele Betriebe sind bereits ins Umland abgewandert – diese Entwicklung darf sich nicht fortsetzen.
Schnellere Genehmigungsverfahren, die Bereitstellung und Mobilisierung von Gewerbeflächen sowie Wertschätzung und ein offener Dialog mit bestehenden Unternehmen sind zentrale Faktoren für ein positives Wirtschaftsklima. Dabei sollte eines klar sein: Ideologien dürfen der Realität nicht im Wege stehen.
Petra Lorenz
Stadträtin
FDP/FW-Fraktion