9. Januar 2014

Leserbrief zum Thema "Karl-Apotheke und Stephanplatz"

Ich bin als gebürtiger Karlsruher sehr enttäuscht, dass in dieser Stadt weiterhin Geld, Gier und Kommerz statt guter Städtebau regieren. Ich hatte erwartet, dass Herr Oberbürgermeister Mentrup die in dieser Hinsicht unrühmliche Fenrich-Ära ablöst.

Doch Wirtschaftsbürgermeisterin Mergen scheint unbeherrschbar zu sein. Da klopft ein Investor an die Tür an und schon soll das Ensemble Stephanplatz zur Disposition stehen?

Den Ausgang von "Prüfungen", "Bürgeranhörungen", "Planungswettbewerben" und Diskurs im Gemeinderat kenne ich leidlich aus der Vergangenheit. Die Karl-Apotheke steht genau  richtig, die Dimension hält sich vor dem Platz zurück, der Bau ist formschön. Der traditionsreiche Betrieb hat sich einen Namen verdient.

Wozu neue Konzepte? Man sieht was aus dem Hochgepriesenen Lederer-Bau an Stelle der Drogerie Roth am Kirchplatz St. Stephan geworden ist.

Mit den sichtbar zusammengesteckten Fertigbauteilen, die jetzt schon Patina zeigen, steht er nicht besser da, als ich es noch im Jahre 2000 im ehemaligen Ostberlin an historisierenden DDR-Bauten mit industriell vorgefertigten Steinmetzimitaten gesehen habe. Wie gut, dass ich dieses Elend nur noch aus der Ferne betrachten muss.

Matthias Böhringer

Anmerkung: Freie Wähler fordern Erhalt des Ensemble Stephanplatz samt Karl-Apotheke…