9. Januar 2017

Anfrage zu den zukünftigen U-Strab-Haltestellen

Die an der Oberfläche momentan zu sehenden U-Strab-Haltestellenzugänge werfen in der Öffentlichkeit schon jetzt Fragen über einen sicheren Zugang auf. Dazu kommen noch die Unterhaltskosten der ganz in Weiß gehaltenen Haltestellen. Die Kohleschleifleisten der Stromabnehmer und der Abrieb von Bremsen und Rädern werden in dem quasi geschlossenen System für eine vermehrte Feinstaubbildung sorgen. Es bestehen Bedenken darüber, dass bei einer verstärkten Verschmutzung der Haltestellenanlagen durch die fehlende Überdachung der Haltestellenzugänge und die Bahnen selbst, bei mangelhafter Reinigung  keine "Wohlfühlatmosphäre unter der Erde" entstehen kann.


Freie Wähler Stadtrat Jürgen Wenzel stellt deshalb schon jetzt eine Anfrage an die Verwaltung. Darin möchte er unter anderem wissen, wann der Wettbewerb zur Gestaltung der Tunnelhaltestellen ausgelobt wurde,  wer ging als  Sieger hervorging und ob das Ergebnis in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Außerdem frägt er nach der Gestaltung der Zugänge, nach der Kapazität und Breite der Treppen und Aufzüge, nach der Evakuierungszeit im Notfall, nach Notausstiegen, nach Toiletten und nach einem Reinigungskonzept für Wände und Decken.

„Auch wenn die Antworten der Verwaltung, vor allem was das Thema Brandschutz betrifft, ärgerlicher Weise sehr dürftig ausfallen“, so Wenzel, „wissen wir nun zumindest, dass eine Überdachung der Haltestellenzugänge bedauerlicher Weise nicht geplant ist und dass der gesamte U-Strab-Tunnel nur eine öffentliche Toilettenanlage enthalten wird, quasi als Ersatz für die „Marktplatzanlage“, was dem Bedarf in der Karlsruher Innenstadt nicht gerecht wird.